Osteraktion 2020

Aktueller Spendenstand:

(Stand: 11.05.2020)

Bericht von Sr. Agnès
Leiterin des Gesundheitszentrums Emmanuel in Mondou/Tschad

Es ist schwierig die benötigte Hilfe zu quantifizieren, da es an allem fehlt. Es gibt keinerlei offizielle Schutzmaßnahmen. Wie sollen die Menschen in häuslicher Quarantäne bleiben, wenn ihr Überleben davon abhängt, dass sie Arbeit und Essen besorgen. Sie haben keine Vorräte. Wir leben von einem Tag zum nächsten (Die allermeisten Familien haben keine Lebensmittel oder Wasser zuhause). Die Familien, die sich fließendes Wasser und Elektrizität leisten können, müssen mit ständigen Abschaltungen von Seiten der Firmen rechnen. Ganz elementare Schutzmaßnahmen (Handschuhe, Masken, Seife, gechlortes Wasser, Desinfektionsgel…) gibt es kaum in den Strukturen des Gesundheitssystems [sprich Gesundheitszentren, regionale Kliniken…] und nirgendwo anders. Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter sind weder informiert noch ausgebildet, um auf eventuelle positive Coronafälle innerhalb der Strukturen zu reagieren.
Am schlimmsten trifft es diejenigen, die trotz des Verbots rausgehen, weil sie vom Hunger getrieben nach Essen suchen. Das liegt vor allem auch an der schlechten Ernte dieses Jahr. Die Menschen haben bei Weitem nicht genug zu essen und in der jetzigen Situation verdoppeln oder verdreifachen die wenigen Händler, die noch offen haben, die Preise – was sich die meisten der Mitbürger nicht leisten können. In anderen Ländern gibt es von der Regierung für die Bevölkerung Unterstützung für das überlebenswichtige Minimum (Trinkwasser, Elektrizität, Lebensmittel… um nur das Wichtigste zu nennen). Das ist im Tschad nicht der Fall. Im Moment kümmern sich die Politiker mehr um die Rebellion im Norden des Landes als um die Bevölkerung, die von unterschiedlichen Krankheiten bedroht ist. Kurz gesagt im Moment sind wir uns selbst überlassen – die Frage bleibt: Wie lange kann die Regierung sich das noch leisten? Sr. Agnès

Kostenaufstellung

Kosten für das Gesundheitszentrum

 

  • Schutzkleidung (Masken, Handschuhe, Kittel…) 650 € für das ganze Team
  • für die Vorsorgemaßnahmen: 2 Kanister mit Wasserhahn (62 €); 10 Liter Chlor (23 €), 20 Stück Seife (31 €)
  • Medikamente: 5 Packungen Chloroquine (1000 Tabletten/Pck) (135 €); 5 Packungen Paracetamol (1000 Tabletten/Pck – 100 €)
  • für die Geburtenstation: 6x Bettwäsche (60 €)
  • Aufklärung an der Haustür (weil Versammlungen verboten sind – insgesamt 31 Personen für eine Woche – 334 €)

Insgesamt sind das knapp 1400 €

Unseren Flyer mit allen Infos darfst du gerne downloaden und teilen.

Bericht von Sr. Agnès
Leiterin des Gesundheitszentrums Emmanuel in Mondou/Tschad

Es ist schwierig die benötigte Hilfe zu quantifizieren, da es an allem fehlt. Es gibt keinerlei offizielle Schutzmaßnahmen. Wie sollen die Menschen in häuslicher Quarantäne bleiben, wenn ihr Überleben davon abhängt, dass sie Arbeit und Essen besorgen. Sie haben keine Vorräte. Wir leben von einem Tag zum nächsten (Die allermeisten Familien haben keine Lebensmittel oder Wasser zuhause). Die Familien, die sich fließendes Wasser und Elektrizität leisten können, müssen mit ständigen Abschaltungen von Seiten der Firmen rechnen. Ganz elementare Schutzmaßnahmen (Handschuhe, Masken, Seife, gechlortes Wasser, Desinfektionsgel…) gibt es kaum in den Strukturen des Gesundheitssystems [sprich Gesundheitszentren, regionale Kliniken…] und nirgendwo anders. Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter sind weder informiert noch ausgebildet, um auf eventuelle positive Coronafälle innerhalb der Strukturen zu reagieren.
Am schlimmsten trifft es diejenigen, die trotz des Verbots rausgehen, weil sie vom Hunger getrieben nach Essen suchen. Das liegt vor allem auch an der schlechten Ernte dieses Jahr. Die Menschen haben bei Weitem nicht genug zu essen und in der jetzigen Situation verdoppeln oder verdreifachen die wenigen Händler, die noch offen haben, die Preise – was sich die meisten der Mitbürger nicht leisten können. In anderen Ländern gibt es von der Regierung für die Bevölkerung Unterstützung für das überlebenswichtige Minimum (Trinkwasser, Elektrizität, Lebensmittel… um nur das Wichtigste zu nennen). Das ist im Tschad nicht der Fall. Im Moment kümmern sich die Politiker mehr um die Rebellion im Norden des Landes als um die Bevölkerung, die von unterschiedlichen Krankheiten bedroht ist. Kurz gesagt im Moment sind wir uns selbst überlassen – die Frage bleibt: Wie lange kann die Regierung sich das noch leisten? Sr. Agnès

Kostenaufstellung

Kosten für das Gesundheitszentrum

 

  • Schutzkleidung (Masken, Handschuhe, Kittel…) 650 € für das ganze Team
  • für die Vorsorgemaßnahmen: 2 Kanister mit Wasserhahn (62 €); 10 Liter Chlor (23 €), 20 Stück Seife (31 €)
  • Medikamente: 5 Packungen Chloroquine (1000 Tabletten/Pck) (135 €); 5 Packungen Paracetamol (1000 Tabletten/Pck – 100 €)
  • für die Geburtenstation: 6x Bettwäsche (60 €)
  • Aufklärung an der Haustür (weil Versammlungen verboten sind – insgesamt 31 Personen für eine Woche – 334 €)

Insgesamt sind das knapp 1400 €

Unseren Flyer mit allen Infos darfst du gerne downloaden und teilen.

Kosten für Haushalte in der Region

Geschätzter Bedarf pro Haushalt für einen Monat:

  • Getreide (Sorgho, Mais, …) 100kg – 27500 fcfa (= 41,88 €)
  • Zucker 2kg – 2500 fcfa (= 3,81 €)
  • Pauschale für Gemüse – 5000 fcfa (= 7,61 €)
  • 1 Liter Chlor – 1500 fcfa (= 2,28 €)
  • 2 Stück Seife  – 1000 fcfa (= 1,52 €)
  • 1 Kanister mit Wasserhahn 12500 fcfa (= 19,04 €)

Das ergibt insgesamt 50000 fcfa (= 76,14 €) pro Haushalt.
Auf die 3452 Haushalte in der Region hochgerechnet ergibt sich ein Bedarf von 262.835,28 €.
Diese Summe ist für uns unerreichbar, allerdings können wir versuchen, so viele Haushalte wie möglich zu unterstützen. Deshalb haben wir bei dieser Aktion nur das Mindestziel von 1400 € für die Gesundheitsstation angegeben, jeder weitere Euro kommt direkt der lokalen Bevölkerung zugute.